Geschichte
Das Sauerkraut aus Kruszewo kannte man auf den Märkten schon im 19. Jahrhundert. Fässer aus Laubholz wurden ausgebrüht, der Kohl von Hand in einen Bottich gehobelt, und nach einer Woche Gärung am warmen Ofen trug man ihn in den Keller oder in Teiche der Narew. Zwischen 1950 und 1980 übernahmen den Verkauf eine Genossenschaft aus Białystok und eine örtliche Verarbeitungsstätte. Das Sauerkraut steht seit 2007 auf der Liste.
Rezept
Sauerkraut im Steinguttopf
Zutaten
- 5 kg Weißkohl
- 300 g Möhren
- 100 g unjodiertes Steinsalz (2 % des Gemüsegewichts)
- 1 TL Kümmel (nach Belieben)
- 2–3 kleine, feste ganze Kohlköpfe (nach Kruszewoer Art)
Zubereitung
- Die äußeren Blätter entfernen, die Strünke herausschneiden. Den Kohl hobeln, die Möhren auf der groben Reibe reiben.
- In einer Schüssel Kohl und Möhren mit Salz und Kümmel mischen und mit den Händen kneten, bis Saft austritt.
- Die ganzen Köpfe auf den Boden eines ausgebrühten Steinguttopfs legen und mit Salz bestreuen. Den Kohl schichtweise einfüllen und mit der Faust fest stampfen, bis der Saft das Gemüse bedeckt.
- Mit einem Teller abdecken und mit einem Glas Wasser beschweren. 5–7 Tage bei 18–20 °C stehen lassen. Täglich den Kohl mit einem Holzstab bis zum Boden durchstechen, damit die Gase entweichen können.
- Wenn der Kohl sauer ist, den Topf an einen kühlen Ort (bis 10 °C) stellen oder in Gläser umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Wo man es probieren und kaufen kann
In der Saison verkaufen Bauern aus der Gegend um Kruszewo Sauerkraut aus dem Fass, ebenso die Märkte in Białystok.
Beschreibung nach dem Eintrag in der Liste der traditionellen Produkte des polnischen Landwirtschaftsministeriums. Die Mengen im Rezept sind unser Vorschlag für die heimische Küche. Produktblatt auf gov.pl →
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